Foto (C) Jakob Studnar


Seit mehreren Jahren arbeite ich als Bühnen- und

Kostümbildnerin vorwiegend im Großraum Ruhrgebiet.
Nach mehrjährigen festen Engagements am Schauspielhaus Bochum und Theater Oberhausen statte ich seit 2010 selbständig Produktionen an Stadttheatern sowie freie Projekte aus. Szenenbilder für verschiedene Kurzfilmproduktionen und diverse Installations- und Performanceprojekte runden mein Profil ab. In über 20 Produktionen habe ich eng u.a. mit Björn Gabriel, Christian Quitschke, Otto Beatus, Marlin de Haan, Nelly Köster, Samir Akika, Holger Bergmann, Gerburg Jahnke, Saskia Leder und Michael Masberg zusammengearbeitet.

 

Schloßtheater Moers - Probenfotos zum Theaterstück "Loence und Lena" in Moers. Foto: Jakob Studnar
Foto (c) Jakob Studnar – Leonce und Lena

In enger Zusammenarbeit mit den Regisseuren, Kostümbildnern, Videokünstlern und nicht zuletzt den Schauspielern schaffe ich in meinen Bühnenbildern Assoziationsräume,
Bilderwelten und Spielplätze gleichermaßen. Weniger durch einen einheitlichen Stil als vielmehr durch die Abwesenheit desselben gekennzeichnet, bildet jedes Bühnenbild einen eigenen Kosmos, der detailverliebt und eher überbordend als minimalistisch verschiedenste Welten zitiert. So werden natürliche Materialien wie Erde, Wasser oder Blumen ins Spannungsverhältnis gesetzt zu Konfetti, Folie oder Ballons, trifft der 50er Jahre Retro-Stil auf 80er Jahre Kitsch, lädt ein Sammelsurium der Dinge das Auge der Zuschauer zum Verweilen und die Schauspieler zum Entdecken ein.Diese Offenheit unterstützt das kreative Tun der Schauspieler, sie gibt ihnen einen Bühnenraum, der zwar
einen Rahmen vorgibt, sich gleichzeitig aber mit den Proben und mit der Arbeit und den Ideen der Schauspieler weiter entwickeln kann. Die Bühnenbilder laden alle Akteure dazu ein, sich ihrer zu bemächtigen, sich in ihnen einzurichten und sie mit zu gestalten: sie sind Komplizen im Spiel auf der Bühne.Durchaus gibt es dabei konkrete Hinweise auf das jeweilige Stück oder die Performance, doch wird hierbei noch genug Raum für das eigenen Denken und Sehen gelassen. Die Grundidee offenbart sich weder über das Naheliegende noch über das allzu Entfernte: der Zuschauer darf das Geheimnis der Bühne über seine Assoziationen selbst entdecken.